BPMN Attribute

Der Attributeditor auf der rechten Seite des Editors ermöglicht es Ihnen, die Werte von Elementattributen zu setzen. Diese Hilfeseite konzentriert sich dabei auf die BPMN. Attribute können aber auch in anderen Modellierungssprachen gesetzt werden.

Attributwerte mit Hilfe der Attributeleiste setzen

Diagrammelemente besitzen oft eine Vielzahl an Attributen, die Sie editieren können. Manche von Ihnen haben Einfluss auf die visuelle Representation (z.B. der Schleiftentyp für BPMN Tasks), andere Attribute haben keinen visuellen Einfluss.

Öffnen der Attributleiste

Öffnen der Attributeleiste

Das Prinzip, wie Attributwerte gesetzt werden, ist stets gleich. So wandeln Sie zum Beispiel eine BPMN Task in eine wiederholte Task oder in eine Multi-Instanz-Task um:

  1. Öffnen Sie die Attributeleiste auf der rechten Seite des Editors durch Klicken des <<-Buttons.
  2. Selektieren Sie das Attribut Schleifentyp und wählen den gewünschten Schleifentyp aus, z.B. Standard für einen wiederholten Task oder MI parallel für einen Multi-Instanz-Task, dessen Instanzen parallel ausgeführt werden können.
  3. Deselektieren Sie das Attribut und sogleich wird die Änderung auf das Element angewendet. Sie werden nun das Wiederholungs- oder Multi-Instanz-Symbol im Task-Element sehen.
Ändern des Schleifentyps einer Task über die Attributeleiste

Ändern des Schleifentyps einer Task über die Attributeleiste

Hinweis: Der erste Abschnitt in der Attributeleiste - eigene Attribute - beinhaltet keine für die Modellierungssprache spezifischen, sondern selbst erstellte Attribute. Diese eigenen Attribute können Administratoren in den Notationen und Attribute verwalten festlegen und editieren. Für ganze Prozesse sind bereits die eigenen Attribute Geschäftsbereich (verantwortlicher), ISO9000ff relevant, Prozessziel, Prozessverantwortlicher und SOX relevant definiert.

Die Attribute werden in Kategorien angezeigt. Den Inhalt einzelner Kategorien können Sie vorübergehend ausblenden, um einen besseren Überblick zu erhalten. Klicken Sie dazu auf das Minus-Symbol neben dem Kategorienamen.

Abschnitte in der Attributeleiste können ein- und ausgeklappt werden.

Abschnitte in der Attributeleiste können ein- und ausgeklappt werden.

Außerdem können Sie die Attribute alphabetisch sortieren lassen, um ein gesuchtes Attribut schneller zu finden. Klicken Sie dazu auf den Kopf der Spalte Attribut. Das kleine Dreieck gibt an, ob die Sortierung aufsteigend oder absteigend geschieht.

Durch einen Klick auf Attribut' in der Kopfzeile der Attributeleiste können Sie die Attribute alphabetisch sortieren.

Durch einen Klick auf ‘Attribut’ in der Kopfzeile der Attributeleiste können Sie die Attribute alphabetisch sortieren.

Attribute mit visueller Auswirkung

Die BPMN-Spezifikation sieht eine Vielzahl von Attributen vor, auf die Sie über die Attributeleiste Zugriff haben. Jedoch haben nur wenige dieser Attribute auch visuelle Auswirkungen. Die folgende Liste gibt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten dieser Attribute - die Attributeleiste enthält jedoch noch zahlreiche weitere Möglichkeiten, Elemente optisch zu verändern.

  • Name (Alle Elemente): Dieses Attribut dient als Beschriftung des Elements. Sie können es auch per Doppelklick editieren.
  • Schleifentyp (Task, Unterprozess): Der Wert “None” ist als Voreinstellung gesetzt. Der Wert “Standard” gibt dagegen an, dass es sich um eine wiederholte Aktivität handelt, visualisiert durch das Wiederholungs-Symbol. “MI parallel” bzw. “MI sequentiell” gibt an, dass die Aktivität mehrfach parallel bzw. hintereinander ausgeführt wird, visualisiert durch das Multi-Instanz-Symbol.
  • Tasktyp (Task): Sie können optisch eindeutig festlegen, welche Art von Aufgabe ausgeführt wird. Sie kann zum Beispiel explizit manuell ausgeführt werden oder das Senden oder Empfangen einer Nachricht beinhalten. Der Typ wird in der linken oberen Ecke angezeigt.
  • ist Kompensation (Task, Unterprozess): Wenn dieser Wert auf “true” gesetzt wird, dann kann die Aktivität als Kompensierung für eine andere Aktivität fungieren, visualisiert durch das Kompensierungs-Symbol.
  • ist eine Transaktion (Unterprozess): Wenn dieser Wert auf “true” gesetzt wird, dann hat der Unterprozess transaktionale Eigenschaften. Dies wird durch einen doppelten Rahmen des Elements visualisiert.
  • ist Ad-hoc (Unterprozess): Wenn dieser Wert auf “true” gesetzt wird, dann findet eine nicht weiter definierte Ausführungssemantik Anwendung für die Tasks, die in dem Unterprozess enthalten sind. Visualisierung findet über das Ad-hoc-Symbol statt.
  • ist eine Aufruf-Aktivität (Task, Unterprozess, Ereignis-Unterprozess): Eine Aufruf-Aktivität wird durch einen dicken Rahmen gekennzeichnet und ist ein Verweis auf einen global definierten (Sub-)Prozess. Dabei wird der Kontrollfluss an den aufgerufenen Prozess übergeben, dessen nichttriviale Startereignisse jedoch ignoriert.
  • Unterprozess Referenz (Unterprozess, Ereignis-Unterprozess): Hier handelt es sich um eine Referenz auf die Definition des Unterprozesses. Diese Referenz wird in Form einer URL gegeben, die auf das entsprechende Dokument zeigt. Typischerweise zeigt die URL auf ein weiteres BPMN-Diagramm im Repository und wird automatisch gesetzt, wenn Sie einen Unterprozess verlinken.
  • ist mehrfache Beteiligung (Pool): Eine Organisation oder ein Geschäftspartner kann an einem Prozess in mehreren Instanzen beteiligt sein. Beispielsweise können mehrfach unterschiedliche Unternehmen genutzt werden, um Briefe zu versenden. Dies wird unten mittig am Pool gekennzeichnet.
  • Bedingungstyp (Sequenzfluss): Ein Sequenzfluss kann zum Beispiel nach einer Verzweigung ein Standardfluss sein - wenn die anderen Verzweigungsmöglichkeiten nicht auftreten, wird dieser Weg gewählt. Dies wird durch einen Schrägstrich gekennzeichnet.
  • Zustand (Datenobjekt): Zustände können Hinweise auf den Lebenszyklus eines Datenobjekts geben. Z.B. könnten die Zustände “neu”, “abgeschlossen” und “abgelehnt” unterschieden werden. Sie sind frei in der Wahl der Zustandsbezeichner.
  • Eingang/Ausgang (Datenobjekt): Ein Datenobjekt kann während einer Aufgabe gelesen oder geschrieben werden. Dies wird in der oberen linken Ecke durch einen entsprechenden Pfeil gekennzeichnet.

Unterprozesse und Ereignis-Unterprozesse sowie Pools können dabei stets auf- oder zugeklappt sein. Außerdem können Sie mit den Attributen Rahmenfarbe und Hintergrundfarbe Einfluss auf die farbliche Gestaltung Ihrer Elemente nehmen.

Dokumentation eines Elements

Sie können für jedes Element eines Diagramms eine Dokumentation hinterlegen, um weitere Informationen darüber zu speichern. Besonders Tasks müssen manchmal genauer beschrieben werden, da zum Beispiel die Ausführung sporadisch auftretender Aufgaben nicht unbedingt selbst erklärend ist. Wenn das Diagramm durch solche Informationen sonst jedoch unübersichtlich wird, bietet sich hier die Verwendung des Attributs Dokumentation an.

Hinweis: Sie können die Dokumentation eines Elements auch aus dem Collaboration Hub und der Kommentierungssicht heraus aufrufen und auch ausdrucken. Dies ist besonders bei vielen wechselnden Prozessbeteiligten vorteilhaft, da diese über den Collaboration Hub besonders leichten Zugriff auf solche Hinweise haben. Wie das geht, erfahren Sie im Kapitel Informationen zu Diagrammen und Diagrammelementen anzeigen.

Klicken Sie auf eine bestehende oder leere Dokumentation und öffnen Sie den Texteditor, indem Sie auf die drei Punkte neben dem Eingabefeld klicken:

Ein Klick auf die drei Punkte hinter dem Attribut 'Dokumentation' wird der Texteditor geöffnet.

Ein Klick auf die drei Punkte hinter dem Attribut ‘Dokumentation’ wird der Texteditor geöffnet.

Ein neues Fenster wird sich öffnen und den Editor für die Dokumentation anzeigen:

Der Texteditor erlaubt es Ihnen, ihre Elemente mit formatierten Texten zu dokumentieren.

Der Texteditor erlaubt es Ihnen, ihre Elemente mit formatierten Texten zu dokumentieren.

Sie können den Dokumentationstext hier genauso bearbeiten, wie Sie es aus anderen Texteditoren kennen, indem Sie die Buttons aus der Werkzeugleiste verwenden. Nutzen Sie Tastenkombinationen, um noch schneller Texte zu verfassen und zu formatieren:

  • Letzte Aktion rückgängig machen: Strg + Z
  • Letzte Aktion wiederherstellen: Strg + Shift + Z
  • Fett schreiben: Strg + B
  • Kursiv schreiben: Strg + I
  • Text unterstreichen: Strg + U
  • Absatz nach rechts einrücken: Shift + Tab
  • Absatz nach links ausrücken: Tab