Kennzahlen hinterlegen

Um quantitative Analysen durchzuführen, müssen für Prozessdiagramme vorerst entsprechende Kennzahlen hinterlegt werden, auf denen die Analyse dann basiert. Solche Kennzahlen können die Ausführungswahrscheinlichkeit und -häufigkeit von Aufgaben kennzeichnen und Informationen zu Kosten oder Ausführungszeiten enthalten.

Für die Analyseberechnung ist wichtig, dass die Diagramme semantisch korrekt und Informationen zu Kosten und Zeit möglichst vollständig sind. Signavio bietet für den zweiten Schritt der Diagrammprüfung entsprechende Tools.

Hinterlegen von Kennzahlen (KPI) im Diagramm

Folgende Kennzahlen können für die Kostenrechnung und die Ressourcenbedarfsrechnung hinterlegt werden:

  • Häufigkeit (Anzahl pro Jahr) (Startereignis)

    z.B. “1000”

    Gibt an, wie häufig ein Prozess über diesen Eintrittspunkt gestartet wird. Mehrere Startereignisse sind erlaubt. Diese werden dann als alternative Eintrittspunkte in den Prozess interpretiert.

  • Ausführungszeit (Minuten) (BPMN: Task, EPK: Funktion)

    z.B. “2.5”

    Gibt an, wie lange es durchschnittlich dauert, die Aktivität durchzuführen. Diese Kennzahl wird für die Ressourcenbedarfsrechnung benötigt.

  • Kosten pro Ausführung (Euro) (BPMN: Task, EPK: Funktion)

    z.B. “5”

    Gibt an, welche Kosten bei der Ausführung der Aktivität entstehen.

    Diese Kennzahl wird für die Kostenrechnung benötigt.

  • Verzweigungswahrscheinlichkeit (Kante)

    z.B. “0.2”

    Gibt nach Verzweigungspunkten (z.B. bei Daten-basierten exklusiven Gateways in BPMN oder XOR-Konnektoren in EPK) an, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Option gewählt wird. Die Werte müssen zwischen 0 und 1 liegen. Wichtig: “20%” muss als “0.2” angegeben werden.

  • Kostenstelle (BPMN: Task, EPK: Funktion)

    z.B. “KS 1008”

    Diese optionale Angabe spezifiziert die Kostenstelle, über die die Aktivität abgerechnet wird.

  • In Berechnung einbeziehen (alle Elemente)

    “ja” oder “nein”

    Entfernen Sie den Haken, um das Element von der Berechnung auszuschließen.

Hinweis: Die Angabe von Fließkommazahlen kann in der Form “2,5” oder “2.5” erfolgen, wird aber automatisch in die Komma-Notation überführt.

Selektieren Sie ein Diagrammelement im Editor, öffnen Sie die Attributeleiste und legen Sie dann die gewünschten Kennzahlen fest:

Kennzahlen hinterlegen

Kennzahlen hinterlegen

Personal- und Kostenrechnungscheck durchführen

Nachdem Sie die Kennzahlen hinterlegt haben, sollten Sie das Diagramm überprüfen lassen, um sicherzustellen, dass alle für die Analyseberechnungen notwendigen Informationen vorliegen.

Klicken Sie dazu auf den Personal- und Kostenrechnungscheck-Button im entsprechenden Menü der Signavio-Toolbar des Editors:

Überpüfen Sie, ob alle nötigen Informationen vorhanden sind.

Überpüfen Sie, ob alle nötigen Informationen vorhanden sind.

Die Überprüfung kann einige Sekunden dauern.

Die einzelnen Elemente werden nun mit einem der folgenden Symbole gekennzeichnet, wenn ein Problem vorliegt:

Achtung

Dieses gelbe Warndreieck bedeutet, dass nicht alle Kennzahlen für das Element gesetzt wurden. Es kann auch darauf hinweisen, dass ein Modellierungselement während der Analyseberechnung ignoriert wird, weil es logisch nicht einbezogen werden muss (beispielsweise ein sendendes Nachrichten-Zwischenereignis).

Dieses Symbol bedeutet nicht, dass die Analyseberechnungen verhindert werden. Einige Arten von Berechnungen können jedoch auf Grund fehlender Daten möglicherweise nicht durchgeführt werden.

Fehler

Dieses Symbol bedeutet, dass an dieser Stelle ein schwerer struktureller oder logischer Fehler im Diagramm vorliegt. Auch kann es vorkommen, dass die Verwendung bestimmter Modellierungselemente die Analyseberechnung verhindert - zum Beispiel kann das Komplexe Gateway nicht verwendet werden.

Fahren Sie mit der Maus über eines der Symbole, um eine Beschreibung des Fehlers angezeigt zu bekommen:

Details zu gefundenen Fehlern erfahren

Details zu gefundenen Fehlern erfahren

Erst wenn Sie alle Fehler behoben haben, können Sie die Analyseberechnungen durchführen lassen.

Speichern Sie dazu das Diagramm und wechseln Sie zum Explorer.