Mit Diagrammen arbeiten

Dieses Kapitel erklärt die grundlegenden Funktionen des Editors. Sollten Sie hiermit bereits vertraut sein und sich in Ihr spezifisches Feld einarbeiten wollen, so könnte eines dieser Kapitel interessant für Sie sein:

Neues Diagramm anlegen

Um ein neues Diagramm zu erstellen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Öffnen Sie den Explorer.

  2. Klicken Sie auf Neu.

  3. Wählen Sie den Diagrammtyp aus, von dem Sie ein neues Diagramm

    anlegen möchten.

    Erzeugen eines neuen BPMN 2.0 Diagramms
  4. Ein neuer Browser-Tab mit dem Editor öffnet sich. Nun können Sie Modellelemente hinzuzufügen.

Diagramm öffnen

Gehen Sie wie folgt vor, um ein neues Diagramm zu öffnen:

  1. Öffnen Sie den Explorer.

  2. Führen Sie einen Doppelklick auf dem Diagramm, das Sie bearbeiten wollen, aus. Alternativ können Sie das Diagramm auch über den Eintrag Diagramm bearbeiten unter Editieren im oberen Dropdown-Menü öffnen.

    Öffnen eines Diagramms im Explorer über das Dropdown-Menü.
  3. Ein neuer Browser-Tab öffnet sich und der Editor wird geladen.

  4. Sobald der Editor vollständig geladen ist, können Sie das Diagramm bearbeiten.

Diagramm speichern

  1. Öffnen Sie das Diagramm im Editor.

  2. Klicken Sie auf den Speichern-Button in der Toolbar oder nutzen Sie die Tastenkombination Strg+S.

    Speichern eines Diagramms.
  3. Der Speichern-Dialog öffnet sich, in welchem Sie weitere Angaben zu dem Diagramm machen können.

    In diesem Dialog können Sie Angaben zu dem Diagramm machen, das Sie speichern. Außerdem sollte ein Revisionskommentar verfasst werden.
  4. Geben Sie einen Titel ein (oder ändern den aktuellen Titel).

  5. Fügen Sie einen Änderungskommentar ein, um zu beschreiben, welche Änderungen im Vergleich zur vorherigen Version Sie vorgenommen haben. Dieser Kommentar wird in der Versionshistorienübersicht erscheinen. Somit können Sie die Änderungshistorie für ein Diagramm nachverfolgen.

  6. Klicken Sie auf Speichern.

Kopie speichern

Die Kopie speichern...-Funktionalität ermöglicht Ihnen, eine Kopie des aktuellen Diagramms unter einem anderen Namen zu speichern. Das neue Diagramm wird im gleichen Ordner erzeugt.

  1. Öffnen Sie das gewünschte Diagramm im Editor.

  2. Klicken Sie auf den Kopie speichern...-Button in der Toolbar.

    Um ein Diagramm unter einem neuen Namen abzuspeichern, wählen Sie den Button 'Kopie speichern...'.

    Wichtig

    Wenn Sie die Kopie bearbeiten wollen, müssen Sie dem angezeigten Link folgen. Das Diagramm, das im aktuellen Browser-Tab angezeigt wird, ist weiterhin das Original.

    Wenn Sie eine Kopie des Diagramms abgespeichert haben, können Sie diesen Link nutzen, um es sofort im Editor zu öffnen.

Diagrammtitel ändern

Der Titel eines Diagramms ist links oben im Editor vermerkt. Wenn Sie darauf klicken, wird die Bearbeitung aktiviert. Sie können den Titel auch im Zuge des Speicherns ändern.

Editieren Sie den Namen, unter dem das Diagramm gespeichert wird, oben links im Editor.

Elemente hinzufügen

Sie haben bereits ein Diagramm erzeugt oder ein existierendes Diagramm geöffnet.

Nun stehen Ihnen mehrere Alternativen für das Hinzufügen von Modellelementen zum Diagramm zur Verfügung:

  • Sie ziehen Elemente aus der Palette auf der linken Seite auf die
    Zeichenfläche.
  • Sobald sich Elemente auf der Zeichenfläche befinden, können Sie das
    kontextsensitive Verknüpfungsmenü verwenden, um weitere Elemente hinzuzufügen.
  • Kopieren und fügen Sie weitere Elemente hinzu.

Elemente per Drag & Drop hinzufügen

Links neben der Zeichenfläche werden Ihnen alle Modellierungselemente angezeigt, die Ihnen in der ausgewählten Palette zur Verfügung stehen. Um die Palette zu ändern, klicken Sie auf die aktuell ausgewählte Untermenge über der Palette und wählen dann die gewünschte aus.

Übersteigt die Menge der BPMN 2.0-Elemente eine bestimmte Anzahl, so werden Elemente in Gruppen sortiert (z.B. Aktivitäten, Gateways, Rollen, etc.).

  1. Klicken Sie auf das Element in der Palette, das Sie zum Diagramm hinzufügen möchten. Halten Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie das Element auf die Position im Diagramm, an der Sie es erzeugen wollen. Das grüne Symbol zeigt Ihnen an, wo ein Element positioniert werden kann. Dies kann von Enthaltenseinsbedingungen abhängen. Beispielsweise kann ein BPMN-Pool nicht in einem Task enthalten sein.

    Drag & Drop Funktionalität für das Hinzufügen von Elementen aus der Palette.
  2. Bei einigen Elementen können Sie das Label editieren. Um diesen später wieder zu ändern, doppelklicken Sie das Element und eine Textbox erscheint, sofern ein Label für das aktuelle Element gesetzt werden kann.

    Editieren des Labels eine Modellelements.
  3. Optional können Sie die Label von einigen Elementen (zum Beispiel BPMN-Gateways und -Ereignissen) sowie von Konnektoren frei auf der Zeichenfläche positionieren.

    Labels können bewegt werden, durch das automatische Einrasten wird ihre Position angepasst.

Elemente per Verknüpfungsmenü hinzufügen

Sie können durch Verwendung des kontextsensitiven Verknüpfungsmenüs Elemente hinzufügen. In Abhängigkeit vom aktuell selektierten Element wird Ihnen über das Menü vorgeschlagen, welche Elemente als nächstes hinzugefügt werden können.

Bemerkung

Die Wahl der Untermenge hat auch Einfluss auf das kontextsensitive Verknüpfungsmenü. Wenn Sie dieses verwenden möchten, der gewünschte Elementtyp aber nicht angezeigt wird, kann es also daran liegen, dass Sie eine andere Untermenge ausgewählt haben, oder dass die jeweilige Modellierungssprache eine Verknüpfung mit dem gewählten Element nicht zulässt.

  1. Selektieren Sie ein Element im Diagramm (z.B. einen Task). Das Verknüpfungsmenü erscheint auf der rechten Seite des Elements.

  2. Klicken Sie auf das Symbol des Elements, das Sie hinzufügen wollen (z.B. einen weiteren Task oder ein Endereignis). Das neue Element erscheint im Diagramm.

    Das kontextsensitive Verknüpfungsmenü erlaubt besonders schnelles Modellieren.
  3. Falls Sie die Position des neu erzeugten Elements selbst definieren möchten, können Sie auf das Symbol klicken und das Element mit gedrückter Maustaste auf die gewünschte Position im Diagramm ziehen. Um Ihnen ggf. die Ausrichtung an den bereits vorhandenen Elementen zu erleichtern, erscheinen Orientierungslinien.

    Die gestrichelten Orientierungslinien helfen, optisch ansprechende Diagramme zu erstellen.

    Bemerkung

    Der Konnektortyp, der zwischen dem ausgewählten Element und dem neu erstellten Element angelegt wird, wird automatisch ermittelt.

Elemente kopieren

Die Kopieren-Funktionalität erleichtert das Erzeugen von mehreren Elementen mit komplexen, aber ähnlichen Eigenschaften und gibt Ihnen die Möglichkeit, bereits existierende Diagrammausschnitte aus anderen Diagrammen wiederzuverwenden.

1. Markieren Sie das Element, welches Sie kopieren möchten. Wenn Sie mehrere Elemente kopieren möchten, selektieren Sie sie mit gedrückter Strg- oder Shift-Taste.

2. Nutzen Sie die Tastenkombination Strg+C zum Kopieren des Elements. Alternativ können Sie auch den Kopieren-Button in der Toolbar verwenden.

Der "Kopieren"-Button in der Signavio Toolbar.

Hinweis

Wenn Sie diese Funktionalität nutzen, um diagrammübergreifend zu kopieren, kann dies mit einer kurzen Wartezeit verbunden sein, da die gewünschten Diagrammelemente erst auf dem Server zwischengespeichert werden. Bitte beachten Sie, dass zum diagrammübergreifenden Kopieren von Elementen aus diesem Grund eine Internetverbindung nötig ist. Um Elemente innerhalb eines Diagramms zu kopieren, ist dies jedoch nicht der Fall.

Elemente verschieben

Ein bereits vorhandenes Element können Sie einfach per Drag & Drop in eine andere Position verschieben. Um Ihnen ggf. das Ausrichten des Elements an anderen Elementen zu erleichtern, erscheinen gestrichelte Orientierungslinien.

Gestrichelte Orientierungslinien erleichtern das Platzieren von Elementen.

Gestrichelte Orientierungslinien erleichtern das Platzieren von Elementen.

Beispiele

Möglicherweise ist die von Ihnen gewählte neue Position eines Objektes ungültig, da der Zielzustand syntaktisch nicht korrekt ist. Dies wird durch rote bzw. grüne Markierungen angezeigt. Die folgenden zwei Beispiele verdeutlichen, wie dies funktioniert.

Hier soll die Task in den Pool verschoben werden. Ein BPMN-Task kann in einem Pool enthalten sein. Deshalb ist die Aktion erlaubt und die Markierungen sind grün.

Hier soll der Task in den Pool verschoben werden. Ein BPMN-Task kann in einem Pool enthalten sein. Deshalb ist die Aktion erlaubt und die Markierungen sind grün.

Hier soll der Pool in den Task verschoben werden. Ein BPMN-Pool darf nicht in einem Task enthalten sein. Deshalb ist die Aktion ungültig und die Markierungen sind rot.

Hier soll der Pool in den Task verschoben werden. Ein BPMN-Pool darf nicht in einem Task enthalten sein. Deshalb ist die Aktion ungültig und die Markierungen sind rot.

Sie können die Verschieben-Funktionalität durch das Drücken verschiedener Tasten beeinflussen:

  • Alt oder Strg: Verschieben ohne Einrasten und Orientierungslinien
  • Shift: Verschieben entlang einer horizontalen oder vertikalen Linie.

Diese Funktionalitäten bauen aufeinander auf. Wenn Sie also Shift+Alt oder Shift+Strg beim Verschieben gedrückt halten, können Sie entlang einer Horizontalen oder Vertikalen verschieben, ohne dass Orientierungslinien erscheinen.

Elementtyp ändern

Die Transformationsfunktionalität ermöglicht Ihnen die einfache Umwandlung des Typs eines Elements in einen anderen Typ.

In BPMN können Sie beispielsweise

  • einen Task in einen Subprozess umwandeln
  • ein normales Startereignis in ein Nachrichten-Startereignis umwandeln
  • einen zugeklappten Pool in einen aufgeklappten Pool umwandeln

Gehen Sie wie folgt vor, um den Elementtyp zu ändern:

  1. Selektieren Sie das Element, dessen Typ Sie ändern möchten.

  2. Klicken Sie auf das Umwandeln-Symbol unterhalb des Elements.

  3. Selektieren Sie den gewünschten Elementtyp.

    Wandeln Sie einen Task in einen Unterprozess um.

Hinweis

Einige Änderungen, die das Verhalten und die Darstellung eines Modellierungselements beeinflussen, ohne direkt seinen Typ zu verändern, sind über die Attributleiste möglich. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie ein unterbrechendes Zeit-Zwischenereignis (mit durchgängiger Umrandung) in ein nicht-unterbrechendes Zeit-Zwischenereignis (mit gestrichelter Umrandung) umwandeln möchten - in diesem Fall ist dies über das Attribut Aktivität abbrechen möglich.

Elmentattribute bearbeiten

Elemente (und auch Diagramme) besitzen bestimmte variable Werte, die als Metadaten gespeichert werden - sogenannte Attribute. Diese können z.B. Farbe und Label des Elements definieren, aber auch eine Elementbeschreibung, eine Glossarverlinkung oder ein Teil der nötigen Entscheidungslogik zur Ausführung eines DMN-Diagramms sein. Die Werte der Element- und Diagrammattribute können in der Attributeleiste definiert und verändert werden. Um diese Einstellungen zu öffnen, klicken Sie auf die graue Leiste am rechten Rand des Editors.

Öffnen der Attributleiste.

Öffnen der Attributeleiste.

Die meisten visuellen Attribute können auch in der oberen Symbolleiste des Editors geändert werden, obwohl die Attributspalette in der Regel mehr Möglichkeiten bietet. Sie können auch Diagramm-übergreifende Attribute definieren, indem Sie auf die Arbeitsfläche klicken. Das Prinzip, nach dem Attributwerte gesetzt werden, ist stets gleich.

Im folgenden Beispiel wandeln wir einen BPMN-Task über ein Attribut in einen Schleifen-Task oder in einen Multi-Instanz-Task um:

  1. Öffnen Sie die Attributeleiste durch Klicken der schwarzen Leiste rechts.

  2. Selektieren Sie das Attribut Schleifentyp und wählen den gewünschten Schleifentyp aus, z.B. Standard für einen Schleifen-Task oder MI parallel für einen Multi-Instanz-Task, dessen Instanzen parallel ausgeführt werden können.

    Ändern des Schleifentyps einer Task über die Attributeleiste.
  3. Deselektieren Sie das Attribut und sogleich wird die Änderung auf das Element angewendet. Sie werden nun das Schleifen- oder Multi-Instanz-Symbol im Task-Element sehen.

  4. Um diagrammweite Attribute zu verändern, klicken Sie auf eine leere Stelle im Diagramm und gehen dann in die Attributeleiste.

Hinweis

Der erste Abschnitt in der Attributeleiste - eigene Attribute - beinhaltet keine für die Modellierungssprache spezifischen, sondern selbst erstellte Attribute. Diese eigenen Attribute können Administratoren in den Notationen und Attribute verwalten festlegen und editieren.

5. Die Attribute werden in Kategorien angezeigt. Den Inhalt einzelner Kategorien können Sie vorübergehend ausblenden, um einen besseren Überblick zu erhalten. Klicken Sie dazu auf das Minus-Symbol neben dem Kategorienamen.

Abschnitte in der Attributeleiste können ein- und ausgeklappt werden.

6. Sie können die Attribute innerhalb ihrer Kategorien alphanumerisch sortieren, um ein gesuchtes Attribut schneller zu finden. Klicken Sie dazu auf den Kopf der Spalte Attribut. Das kleine Dreieck gibt an, ob die Elemente aufsteigend oder absteigend sortiert sind.

Durch einen Klick auf Attribut' in der Kopfzeile der Attributeleiste können Sie die Attribute alphanumerisch sortieren.

Element löschen

  1. Selektieren Sie die Elemente, die Sie löschen möchten.

  2. Drücken Sie die Entf-Taste auf Ihrer Tastatur oder klicken Sie den Entfernen-Button in der oberen Toolbar.

    Mit dem "Entfernen"-Button können Sie alle selektierten Elemente entfernen.

Hinweis

Sie können mehrere Elemente selektieren, indem Sie die Strg-Taste auf Ihrer Tastatur gedrückt halten oder auf der Zeichenfläche einen Selektionsrahmen ziehen.

Allgemeine Funktionen

Rückgängig/ Wiederherstellen

Sie können Änderungen durch Klicken des Rückgängig-Buttons in der oberen Toolbar rückgängig machen oder über den Wiederherstellen-Button wiederherstellen.

Der 'Undo'-Button in der oberen Toolbar des Editors

Der ‘Undo’-Button in der oberen Toolbar des Editors

Alternativ können Sie die Tastenkombinationen Strg + Z zum Rückgängig machen bzw. Strg + Y zum Wiederherstellen verwenden.

Die Größe der Zeichenfläche anpassen

Wenn Sie den Mauszeiger an den Rand der Zeichenfläche bewegen, erscheinen folgende Symbole:

Passen Sie die Größe der Zeichenfläche an.

Passen Sie die Größe der Zeichenfläche an.

Durch einfaches Klicken auf einen der Pfeile wird die Zeichenfläche vergrößert bzw. verkleinert. Dies ermöglicht es Ihnen, auch große und komplexe Diagramme zu erstellen. Nutzen Sie gegebenenfalls die Zoom-Funktion, um den Überblick über Ihr Diagramm zu behalten.

Ein Verkleinern der Zeichenfläche ist nur möglich, wenn sich keine Elemente im betroffenen Bereich befinden.

Zooming

Wenn Sie umfangreiche Diagramme erstellen, können diese schnell sehr groß werden. Um dabei den Überblick zu wahren, bietet der Signavio Process Manager verschiedene Zoom-Funktionen. Wenn Sie einen kleinen Monitor verwenden, sind die Zoom-Funktionen ebenfalls hilfreich.

Durch Klicken auf den “Zoom-In”-Button können Sie das Diagramm vergrößern. Entsprechend verkleinert ein Klick auf den “Zoom-Out”-Button das Diagramm.

Der "Zoom-In"-Button vergrößert die Ansicht.

Der “Zoom-In”-Button vergrößert die Ansicht.

Der "Zoom-Out"-Button verkleinert die Ansicht.

Der “Zoom-Out”-Button verkleinert die Ansicht.

Möchten Sie zur normalen Ansicht zurückkehren, also in Originalgröße sehen, klicken Sie auf den Button Zoom: Originalgröße.

Zoom auf Originalgröße.

Zoom auf Originalgröße.

Außerdem können Sie das Diagramm genau so weit vergrößern bzw. verkleinern lassen, dass die Zeichenfläche Ihr aktuelles Fenster ausfüllt.

Klicken Sie dazu auf den Button Zoom: Modellgröße.

Zoom auf Modellgröße.

Zoom auf Modellgröße.

Sie haben nun grundlegende Modellierungsfähigkeiten im Signavio Process Manager erworben. Sie können jetzt mit den Kapiteln BPMN Modellierung, DMN Modellierung, ArchiMate oder Prozesslandkarten fortfahren. Darin erfahren Sie mehr über spezifische Notationen oder über das Formatieren von Diagrammen.