Tutorial: Modellieren ohne Vorkenntnisse mit QuickModel

Für Nutzer ohne Modellierungserfahrung stellt Signavio das tabellenbasierte QuickModel-Tool bereit. Mit QuickModel tragen Sie die notwendige Information in Tabellenspalten ein. Das Tool modelliert das Diagramm nach Eingabe der nötigen Informationen automatisch. So können Sie einfache BPMN 2.0-konforme Diagramme schnell und ohne BPMN-Vorwissen erstellen. Dies ermöglicht es, die Notation und deren Modellierung schnell zu erlernen und Stakeholder ohne BPM(N)-Erfahrung direkt in die Prozessmodellierung einzubinden. Anschließend kann der Prozess durch einen erfahrenen Modellierer in Ihrer Organisation erweitert und vervollständigt werden.

Das BPMN-Diagramm 'Banf-Zur-Bestellung'' wurde in QuickModel erstellt und kann nun im Editor vervollständigt werden.

Das BPMN-Diagramm ‘Banf-Zur-Bestellung’ wurde in QuickModel erstellt und kann nun im Editor vervollständigt werden.

Eine andere Anwendungsmöglichkeit von Quickmodel ist das sekundenschnelle skizzieren von Diagrammstrukturen. Dies kann zum Beispiel dann sehr nützlich und zeitsparend sein, wenn Sie viele Diagramme in kurzer Zeit skizzieren möchten.

Da Quickmodel tabellenbasiert ist, beschränkt sich die Modellierung auf unverzweigte Modelle. Verzweigungen und andere komplexe Objekte können allerdings später im Editor hinzugefügt werden.

Es empfiehlt sich, zunächst entweder den ‘Happy Path’ (den problemlos verlaufenden Prozesspfad) und mögliche andere Pfade in der Diagrammbeschreibung zu erklären, sodass diese später von erfahrenen Modellierern zum Diagramm hinzugefügt werden können.

Um eine neues Diagramm in QuickModel zu erstellen, klicken Sie auf Neu - Prozesssteckbrief (QuickModel). Die Applikation öffnet sich in einem neuen Browser-Tab.

Die QuickModel Ansicht für einen neuen Prozesssteckbrief

Die QuickModel Ansicht für einen neuen Prozesssteckbrief

Gehen Sie in Quickmodel wie folgt vor:

  • Geben Sie dem Prozess einen Namen, indem Sie auf das Stiftsymbol in der Kopfleiste der Applikation klicken.
  • Legen Sie einen Prozessauslöser und ein Prozessergebnis in den jeweiligen Formularfeldern unter ‘Prozessdetails’ fest:
Geben Sie einen Prozessauslöser an.

Geben Sie einen Prozessauslöser an.

  • Nun können Sie Aktivitäten zur Aktivitätenliste hinzufügen. Geben Sie die Bezeichnung jeder Aktivität (‘Task’) jeweils in die erste Spalte der Tabelle (‘Was?’) ein. Für jede einzelne Aktivität erstellen Sie hier eine neue Zeile. Um eine Aktivität (Tabellenspalte) zwischen zwei bestehenden Aktivitäten im Diagramm einzufügen, markieren Sie die dazugehörige Zeile in der Tabelle und klicken Sie auf den Aktivität darüber einfügen-Button rechts neben der Tabellenüberschrift. Um eine Aktivität zu löschen, klicken Sie auf den Aktivität entfernen-Button. Sobald Sie die erste Aktivität hinzugefügt haben, beginnt das Tool das Diagramm in Echtzeit in der ‘Diagrammvorschau’ anzupassen.
Fügen Sie eine zusätzliche Aktivität ein.

Fügen Sie eine zusätzliche Aktivität ein.

Entfernen Sie eine Aktivität.

Entfernen Sie eine Aktivität.

  • In die anderen Spalten der Tabelle können Sie die Eigenschaften (‘Attribute’) der jeweiligen Aktivität eintragen und Informationen hinterlegen, wie z.B. die Verwendung von IT-Systemen oder Dokumenten (‘Datenobjekte’) in einzelnen Aktivitäten. Diese Informationen werden, falls im Diagramm sichtbar, ebenfalls durch das Tool zum modellierten Diagramm hinzugefügt. Mit einem Klick auf das Schraubenschlüssel-Symbol oben rechts können Sie festlegen, welche Spalten der Tabelle angezeigt werden sollen.
Wählen sie die Attribute aus, die in der Tabelle angezeigt werden sollen.

Wählen sie die Attribute aus, die in der Tabelle angezeigt werden sollen.

  • Sobald Sie anfangen ein Feld zu befüllen, werden eventuell vorhandene Glossareinträge angezeigt, die zur aktuellen Eingabe passen. Wenn Sie einen der Einträge auswählen, wird das Feld automatisch befüllt und ein Link zum entsprechenden Glossareintrag erstellt. Das Glossar enthält - sofern es verwendet wird - eine Liste von standardmäßig in Ihrer Organisation zu verwendenden Begriffen, die idealerweise im Glossareintrag genauer definiert sind.

    Bemerkung

    Wir empfehlen Ihnen das Glossar zu verwenden, damit alle Mitarbeiter die gleichen Begriffe verwenden und somit die Übersicht in Ihrer Prozesslandschaft einfacher zu wahren ist. Mehr über das Glossar erfahren Sie im Kapitel Glossarfunktion.

Die automatische Vervollständigung schlägt Ihnen schon beim Bezeichnen der Aktivität passende Glossarbegriffe vor.

Die automatische Vervollständigung schlägt Ihnen schon beim Bezeichnen der Aktivität passende Glossarbegriffe vor.

  • Die Eingabe im Formularfeld ‘Organisation’ ganz oben unter ‘Prozessdetails’ gibt das Label des Elements an, vom dem das ganze Modell wie ein Rahmen umschlossen wird (genannt ‘Pool’). Der Pool repräsentiert typischerweise die ausführende Organisation. Anfangs ist hier die Organisation eingetragen, unter der Ihr Arbeitsbereich registriert ist. Pools können sogenannte ‘Lanes’ enthalten, die Akteure repräsentieren. Akteure können Personen, Positionen, Rollen oder Abteilungen, aber auch IT-Systeme innerhalb einer Organisation sein. Um diese Akteure zu definieren, geben Sie diese in das Formfeld ‘Wer?’ der Tabelle ein. Wir empfehlen Ihnen hier keine Personen namentlich zu nennen, sondern mit Rollen, Abteilungen oder Positionen zu arbeiten, da sich die Verantwortlichkeiten von einzelnen Personen innerhalb einer Organisation in der Regel laufend ändern.
Definieren Sie eine Rolle (in diesem Fall eine Abteilung).

Definieren Sie eine Rolle (in diesem Fall eine Abteilung).

Wenn Sie mit der Eintragung von Tasks und Attributen fertig sind und das Modell im Modellierungsfenster überprüft haben, geben Sie eine Beschreibung für das neu erstellte Diagramm im Fenster ‘Dokumentation’ oben links ein. Gegebenenfalls hinterlegen Sie auch Informationen darüber, wo weitere Diagrammdetails hinzugefügt werden sollen, die in Quickmodel nicht verfügbar sind: Zum Beispiel Verzweigungen (‘Gateways’), spezielle Attribute oder verlinkte Unterprozesse.

Speichern Sie das fertige Diagramm, sodass es im Editor vervollständigt werden kann.

Speichern Sie das Diagramm, sodass es im Editor vervollständigt werden kann.