Übersicht - Ihren Signavio Process Manager-Arbeitsbereich einrichten

Dieser Artikel erklärt Ihnen die wichtigsten Konfigurationseinstellungen Ihres Signavio Process Manager-Arbeitsbereichs. Da einige Konfigurationsoptionen und Zugriffsrechte-Einstellungen voneinander Abhängig sind, empfehlen wir Ihnen, die Konfiguration Ihres Arbeitsbereichs in der hier vorgegebenen Reihenfolge vorzunehmen. Um detaillierte Informationen zu den einzelnen Konfigurationsdialogen zu erhalten, klicken Sie auf die entsprechenden Links im Text.

  1. Allgemeine Einstellungen

    Öffnen Sie zunächst die Allgemeinen Einstellungen. Hier können Sie den Namen Ihres Arbeitsbereichs und Ihrer Organisation, sowie Währung- und Benachrichtigungseinstellungen vornehmen. Zudem können Sie eine Reihe von Links zu Hilfe- und Trainingsressourcen (de)aktivieren und Links zu eigenen Hilfeseiten hinzufügen.

  2. Spracheinstellungen

    Falls Ihre Organisation Inhalte in mehreren Sprachen pflegen möchte, können Sie diese Sprachen in Ihren Arbeitsbereichseinstellungen aktivieren. Um unnötige Verwirrung zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, mehrsprachige Inhalte nur zu aktivieren, falls für Sie eine entsprechende Pflege der Inhalte wirklich sinnvoll ist. Zudem müssen Sie bei der Aktivierung mehrsprachiger Inhalte eine Standardsprache auswählen, die zum Beispiel nach dem Öffnen eines Diagramms im Editor initial ausgewählt ist. Eine vorausschauende Wahl der Standardsprache erleichtert das Modellieren für Ihre Nutzer. Typischerweise wählen international ausgerichtete Organisationen Englisch aus.

  3. Notationen und Attribute

    Sie können alle Modellierungsnotationen entsprechend der Anforderungen Ihrer Organisation konfigurieren. Um Komplexität in Ihren Diagrammen zu kontrollieren, können Sie Modellierungselement-Untermengen erstellen. In unserem Blogpost Making Your Stakeholders’ Lives Easier with BPMN Subsets (Englisch) erfahren Sie, wie Element-Untermengen die Kommunikation über Ihre Prozesslandschaft erleichtern können.

    Für jedes Notationselement können Sie zudem eigene Attribute erstellen, über die Sie zusätzliche Informationen an Elementen des entsprechenden Typs pflegen können. Zum Beispiel können Sie ein Attribut zum BPMN-Element Lane hinzufügen, das über einen Link eine Beschreibung der ausführenden Rolle (oder des ausführenden IT-Systems) referenziert.

  4. Glossareinstellungen

    Über das Glossar können Sie Definitionen für Objekte wie Dokumente und IT-Systeme zentral verwalten und innerhalb Ihrer Prozesslandschaft wiederverwenden. Sie können Ihre eigenen Glossarkategorien erstellen, die es Ihnen ermöglichen das Glossar Ihren Anforderungen entsprechend zu strukturieren. Zudem können Sie - wie bei den Notationselementen - eigene Attribute für Glossarkategorien erstellen. Um mehr über das Glossar zu erfahren, lesen Sie unseren Blogpost Using the Signavio Dictionary to facilitate consistency and reusability of object definitions (Englisch).

  5. Modellierungsrichtlinien

    Der Signavio Process Manager kann automatisch überprüfen, ob Ihre Prozess- und Entscheidungsdiagramme mit spezifischen Modellierungskonventionen übereinstimmen. Sie können diese Konventionen an Ihre individuellen Anforderungen anpassen, wie unter Modellierungskonventionen verwalten beschrieben. Um mehr darüber zu lernen, wie Sie Modellierungskonventionen zur Verbesserung der Diagrammqualität einsetzen können, lesen Sie unseren Blogpost Improving Process Models with Modeling Conventions (Englisch).

  6. Attributvisualisierungen

    Die Funktion zur Attributvisualisierung ermöglicht es Ihnen, Attribute hervorzuheben, auf die eine Reihe von bestimmten Regeln zutreffen. Ein Beispiel hierfür sind Aktivitäten, deren Durchführungskosten einen Grenzwert überschreiten. Als Arbeitsbereichsadministrator können Sie eigene Regeln zur Attributvisualisierung festlegen. In unserem Blogpost Visualizing Business process KPIs (Englisch) erfahren Sie mehr zu einigen Beispielszenarien für die Attributvisualisierung.

  7. Collaboration Hub

    Der Collaboration Hub stellt eine intuitive Lese- und Kommentieransicht für Ihre Mitarbeiter bereit. Sie können den Collaboration Hub konfigurieren, um dessen Layout Ihren Anforderungen entsprechend anzupassen und um festzulegen, welche Attribute und Attributvisualisierung im Hub verfügbar sein sollen.

  8. Prozesshandbuch-Templates

    Prozesshandbücher sind PDF-Dokumente, die eine detaillierte Übersicht über Ihre Prozesslandschaft beinhalten, zum Beispiel, um Informationen für externe Stakeholder wie Auditoren bereitzustellen. Für Ihre Prozesshandbücher können Sie eigene Templates erstellen, die festlegen, welche Informationen wie dargestellt werden.

  9. Freigabe-Workflows

    Falls Sie den Signavio Process Manager zusammen mit Signavio Workflow Accelerator verwenden, können Sie Freigabe-Workflows konfigurieren, um sicherzustellen, dass Diagramme von bestimmten Personen überprüft werden, bevor Sie im Collaboration Hub veröffentlicht oder bestimmten Stakeholdern oder IT-Systemen (wie zum Beispiel Workflow-Systemen) bereitgestellt werden.

    Wichtig

    Falls Sie Freigabe-Workflows zum Veröffentlichen von Diagrammen im Collaboration Hub verwenden, entziehen Sie allen Nutzer die Berechtigung zum Veröffentlichen von Diagrammen, um eine Umgehung des Workflows zu verhindern.

  10. Sicherheitseinstellungen

    Sie können die Sicherheitseinstellungen Ihres Arbeitsbereichs anpassen, um eine Whitelist mit IP-Adressen oder Passwortrichtlinien zu konfigurieren.

  11. Zugriffsrechte

    Bevor Sie den Signavio Process Manager an Ihre Nutzer ausrollen, sollten Sie sich ein Konzept zur Verwaltung von Nutzer und Zugriffsrechten überlegen. Berücksichtigen Sie hierbei die folgenden Punkte:

    • Es gibt zwei Nutzertypen: Modellierungsnutzer und Collaboration Hub-Nutzer.

    • Standardmäßig haben Modellierungsnutzer Zugriff auf alle Diagramme im Gemeinsame Dokumente-Ordner. Um den Zugriff einzuschränken, können Sie Nutzer direkt bei der Einladung in den Arbeitsbereich einer Nutzergruppe mit beschränkten Zugriffsrechten zuweisen. Um rollenbasierten Zugriff möglichst unkompliziert zu gestalten, empfehlen wir Ihnen, eine Ordnerstruktur zu erstellen, die verschiedene Berechtigungssparten in Ihrer Organisation widerspiegeln. Erstellen Sie anschließend Nutzergruppen, für die die verschiedenen Berechtigungsvarianten konfiguriert sind.

    • Collaboration Hub-Nutzer haben nur auf explizit veröffentlichte Diagramme Zugriff. Die Möglichkeiten einer feingranularen Zugriffsverwaltung im Collaboration Hub hängt von Ihrem Einsatzszenario ab:

      • Falls sich Ihre Nutzer über einen Active Directory- oder SAML-basierten Mechanismus authentifizieren, können Sie spezifische Zugriffsrechte auf Basis von Active Directory-Nutzern und -Nutzergruppen, beziehungsweise SAML-Identitäten verwalten.
      • Falls Sie ein Zertifikat zur Authentifizierung am Collaboration Hub an Ihre Nutzer ausrollen, haben alle Nutzer Zugriff auf alle veröffentlichten Diagramme.

      Unter Den Collaboration Hub betreten Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten zur Zugriffsverwaltung im Collaboration Hub.